Spardosen: Amerikanische Gussspardosen

In Nordamerika setzte nach dem Ende des Bürgerkrieges 1865 in den Folgejahren die Herstellung von Spardosen in größerem Umfang ein. Da die Waffenproduktion zurückging, musste sich die Eisenindustrie eine neue Produktpalette zulegen, um weiter ausgelastet zu sein. Es entstanden neben zahlreichen Dekorationsobjekten ‚coin‘- oder ‚penny banks‘ aus Gusseisen.
Häufig werden die Münzen durch einen mehr oder weniger komplizierten Mechanismus auf originelle Weise in den Sparbehälter befördert.
Gesellschaftliche Probleme, wie zum Beispiel bei der der „Tammany“-Sparbüchse, die den Typus des korrupten Politikers angeprangert, werden hier deutlich gemacht. Die sozialen und politischen Rassenprobleme Amerikas finden ihren Ausdruck in den sogenannten „Nigger Banks“, die zahlreich produziert wurden.

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