Ausstellung 23. November 2008 bis 1. Februar 2009
Missionsspardosen oder Sammelbehälter für verschiedene Wohltätigkeitszwecke gibt es in Kirchen, Sonntagsschulen und Ratsstuben schon lange. Um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert erweckten die ersten beweglichen Figuren auf den Sammelkästen die Aufmerksamkeit. Seitdem bedanken sich kleine Schwarze, Chinesen, Inder, Mexikaner und Eskimos mit einem artigen Kopfnicken und zeigen dem Spender zugleich, wofür er seinen Spargroschen her gab.
Auf Haus Kemnade wird zur Zeit die größte Sammlung von Missionsspardosen präsentiert. Sie sind Zeitzeugen einer Geisteshaltung vergangener Tage und lange aus unserem Gesichtskreis verschwunden. Gerade darum sind sie heute begehrte Sammelobjekte. Viele Sammelbehälter stammen aus dem eigenen Bestand der Schatzkammer Kemnade, der durch die Unterstützung einiger weiterer Sammler für diese Ausstellung ergänzt wurde.
Ausstellung 23. November bis 1. Dezember 2009
Ausstellung 23. November bis 1. Dezember 2009
Ausstellung 23. November bis 1. Dezember 2009
Ausstellung 23. November bis 1. Dezember 2009
Heute zuckt man bei der diskriminierenden Bezeichnung „Nickneger“ zusammen, damals war es der übliche Sprachgebrauch. Niemand machte sich darüber Gedanken, der gute Zweck stand im Vordergrund. Unsere Eltern und Großeltern sahen die freundlichen Sammeldosen bis in die 60er Jahre jeden Sonntag in der Kirche. Später wurden sie wegen der damit verbundenen Diskriminierung eingezogen. Auch in Belgien, Holland, der Schweiz, in Frankreich und Österreich stellten die Pfarrer die Missionssparbüchsen auf. Mit den Sammeldosen machten die Gemeinden den aus der Bibel abgeleiteten Missionsauftrag populär und gaben ihn an jedes gläubige Kirchenmitglied weiter. Die „Sammelautomaten“ wiesen auf das Anliegen der Kirchen hin, den „armen Heiden“ den christlichen Glauben und damit unsere Werte und Kultur zu vermitteln.
Für interessierte Besucher bieten wir eine kostenlose Führung durch einen Sammler an: Sonntag, 18 Januar 2009, 15 Uhr.
Ausstellung 23. November bis 1. Dezember 2009
Ausstellung 23. November bis 1. Dezember 2009
Ausstellung 23. November bis 1. Dezember 2009